Social Software and more…

Wiki, ConferenceFebruary 25, 2007 4:12 pm

Wikis in der universitären Lehre: neue Lernformen durch verteiltes Wissen?

von Margit Pohl (Technische Universität Wien)

erklärt durch eine kognitionswiss. Theorie: distributed cognition –> kann helfen, Theorien zu entwickelten, Probleme und Anwendungsfelder zu identifizieren

distributed cognition

Wissen ist verteilt:

  • Wissen, das in einem Artefakt vergegenständlicht ist; Aufforderungscharakter, Beschränkungen (orale Kultur), Problem: "solo cognition" (was in der Lehre hergestellt wird, ist eigentlich künstlich, z.B. die Vermeidung der Nutzung von Taschenrechnern, obwohl diese in der Realität ) –> ist es sinnvoll, die Artefakte zu verwenden? Distributed cognition sieht es als Normalfall an, dass wir mit diesen Artefakten umgehen.
  • Wissen, das auf verschiedene Personen verteilt ist
  • distributed cognition richtet die Aufmerksamkeit auf den Kontext, in dem gelernt wird, da Lernen immer als sozialer Akt gesehen wird, der in eine bestimmte Umgebung eingebettet ist, z.B. in die Lerngruppe;
  • kooperatives Arbeiten: Wissen entsteht immer über soziale Beziehungen, dabei gibt es explizite und implizite Regeln der Zusammenarbeit (auch z.B. in Wikipedia)
  • beim kooperativen Lernen ist der Beitrag des einzelnen Lernenden nicht nachvollziehbar –> beim Wiki wird aufgrund der Zuordenbarkeit der einzelnen Beiträge (History-Funktion) die künstliche Situation geschaffen, dass der Lehrende nachvollziehen kann, welche Beiträge von welchem Lernenden erstellt wurden
  • Prozesse sind in der Zeit verteilt, Kognition findet immer nur in einem bestimmten kulturellen Kontext statt; z.B. Kultur beeinflusst die Frage, was gelernt werden kann

 

Wikis als Artefakt

  • von Hypertext geerbte Eigenschaften: Modularisierung, Linkstruktr, Verschwimmen der Grenze zwischen Leser und Autor (Landow: "wreaders")
  • ständige Veränderbarkeit des eigenen Texts durch andere Personen
  • diskursiver Charakter (Wissen wird ausgehandelt)
  • Microcontent –> hier Trend zu kleinen Inhaltseinheiten
  • Web 2.0: emergenter Charakter (Web 2.0 ist nichts absolut Neues, sondern etwas, was sich entwickelt; z.B. Verschwimmen der Grenze zwischen Leser und Autor war in Hypertext schon angelegt, wird aber mit Web 2.0 jetzt erst ermöglicht)
Offene Fragen bzgl. Wikis:
  • Aushandlungsprozesse von Wissen (z.T. durch software gestützt, z.T. durch Netiquette (vgl. Wikipedia): Wie finden diese Aushandlungsprozesse statt? Welche Formen von Wissen werden dadurch unterstützt? –> wegen fehlendem autoritativen Wissen, sondern Wissen ausgehandelt wird; was heisst es, dass nun kleinere Revisionen im Vordergrund stehen (Microcontent) für die Wissensart?
  •  Versionskontrolle/Feedback/Peer Review: Welche Auswirkungen haben bessere Feedback-Möglichkeiten, die Kontrolle der individuellen Beiträge der Studierenden und Peer Review?

empirische Studien zu Wikis

Kickmeier-Rust et al. (2006) - Bauwiki

Untersuchung der Verwendung von Wikis für Bauingenieure

Problem: wenig Eigenaktivität der Studierende

Fragebogenuntersuchung:

von Studierende angeführte Gründe für geringe Aktivität:

  • mangelhafte Usability von Wikis
  • geringe Motivation (kein wahrnehmbarer benefit)
weiterer möglicher Grund: Fehlen einer relevanten Grösse der Communiy

 

Webber, J. (2006): Collaborative writing…

  • 2 Gruppen untersucht: Mittelschüler und Berufstätige (unterschiedliche Einstellungen der beiden Gruppen)
  • Ergebnisse: gute Unterstützung kollaborativen Arbeitens, gute Dokumentation der geleisteten Arbeit
  • Fragebogenuntersuchung: aufgetretene Probleme: andere Studierende, die die eigene Arbeit verändern; peer reviw wird gering eingeschätzt, unterschiedliche Einschätzung durch Lehrende und Studierende
Wiki, Educational Blogging, Educational Podcasting, Social SoftwareJanuary 17, 2007 10:16 am

Yesterday, SCIL’s first online workshop on social software started. It was planned to be taught only through social software but indeed, we now also use a virtual classroom (Breeze) and of course, we still depend on e-mail. The idea behind it is to engage people in little projects where they plan how to use social software in their own teaching. The focus is on wikis, blogs, and podcasts and most participants want to get to know wikis and podcasts but one participant is about to produce his own podcast for his university, and I’m very much looking forward to this.

The course is supported by a blog (where I also do most of my blogging right now). And we also use a wiki which is protected by passwords to make participants feel more comfortable with putting their work online.

Here’s a graphic of how the workshop will proceed (in German):

SCIL-online-workshop 

 

 

More information on the course can be found at the SCIL website and at our course blog. Enjoy! 

 

 

 

 

Wiki, Educational Blogging, Educational Podcasting, Social SoftwareDecember 20, 2006 11:22 am

I was asked to give a short presentation on social software in one of our IWP - team meetings. I will focus on the basic concepts of blogs, wikis, and podcasts, and on the possibilities to use them in educational settings - especially in universities. I made a number of graphics to illustrate the presentation, here’s one of them:

weblog scenario 

 (based on a graphic by Roell, 2005)

 

The presentation is just the basics and will be well-known to most of you but I thought I’d make it available nevertheless - you can find it here (in German only). Feedback, of course, would be very welcome.

WikiNovember 16, 2006 9:01 am

I just found out about Using Wiki in Education, the wiki-based book via the blog Using Wiki in Education. This looks like a wonderful resource. It must have been available for three weeks by now and I’m wondering how I could miss it up to now.

As far as I could discover up to now, two chapters of the wiki-book are free and you can access the rest for $19. This for sure is an interesting enterprise model. Anyway, I’ll let you know in a few days if I find it worth it.

So much for now…