Social Software and more…

Blogging, Social SoftwareFebruary 25, 2007 4:30 pm

Web 2.0-Technologien zwischen E-Learning und Wissensmanagement

von Gabi Reinmann & Thomas Sporer - Universität Augsburg

Folien können hier abgerufen werden (Achtung: recht grosses File).

  • E-Learning –> Ziel: Kompetenzen aufbauen für Leistungen in realen Situationen
  • WM –> Ziel: sichtbare Performanzen mit dazu erforderlichen Kompetenzen

E-Learning und WM tun sich recht schwer miteinander wg. unterschiedlichen Auffasungen von Wissen, Lernen, Zielen sowie verschiedenen Disziplinen, Sprachen, Kulturen, Erwartungen

–> praktische Verbindung über Web 2.0

Was sind Web 2.0 Technologien?

  • Verschwinden der Trennung von lokalen und zentralen Daten und Anwendung, z.B. Flickr, Google-Video, YouTube
  • Verschmelzen der Grenzen zwischen Produzenten und Konsumenten von Medieninhalten, z.B. Wikipedia
  • Personalisierung von Information durch die Kombination von Push- und Pull-Diensten, z.B. Blog

Drei Sichtweisen auf das Thema

  • Informationsmanagement
  • Beziehungsmanagement
  • Identitätsmanagement: Werkzeuge zum Ausdruck und Präsentation des eigenen Selbst im Netz

Beispiele:

Webcasts

  • im Kontext E-Learning: Inhalte über Webcasts  [Harvard University]; Seminare über Webcasts [Uni Augsburg]; ourmedia.org
  • im Kontext Wissensmanagement: Einsatz ubiquitärer IuK-Technologien –> Explizierung der Webcasts als Informationsträger; kollaborativer Umgang mit Informaation, Verifizierung des Erfahrungswissens in der Community, situativer Zugriff auf den gemeinsamen Wissenspool (Fallbeispiel Xerox)

Social Software

  • im Kontext e-Learning: elgg.net (Expertennetzwerk im Bereich "Social Software", Kommunikationsmöglichkeiten); blogg –> Information über jeweils aktuelle Forschungsaktivitäten, Postitionierung asl Experte in bestimmten Wissensdomänen, Kommunikationsmedium zwischen Experten, Diskurs zwischen Experten im virtuellen Raum
  • im Kontext WM: Blog: Organisation von persönlichen Informationen, Instrument zur Reflexion und Sammlung von Erfahrungen, chronologische Dokumentation von Ideen und Texten
  • Social Bookmarking: del.ico.us: kollaborative Organisation von Information, öffentliche Sammlung, auffinden von Kontakten
  • citeULike: Suchen & Finden
Fazit:

Webcast

  • Produktion und Rezeption von Wissensobjekten
  • E-Learning: Einsatz als Lernobjekt/Content oder als Gegenstand einer Aufgabe
  • Wissensmanagement-Masnahme zur Bewahrung/Weitergabe von Wissen/Erfahrungen: Wissensexplizierung beim Experten, Wissensnutzung beim Experten

Social Software:

  • Knüpfen und Entwickeln von sozialen Beziehungen
  • E-Learning: Einsatz zur Förderung von Dialog /Diskurs unter den Lernenden oder Unterstütztung kollaborativen Lernens und Problemlösens
  • Wissensmanagement: Ergänzung von Gelben Seiten/Portalen und Aufbau neuer Expertennetzwerke sowie neue Formen von Wissensgenerieren (in Anlehnung an "klass." WM)

 

Theoretische Verbindung über persönliches WM

  • Webcasts: materiale Wissensumwelt als Interaktionsumwelt
  • Social Software: soziale wissensumwelt als Interaktionsumwelt

–> im Mittelpunkt steht die PERSON!!! Deswegen könnte das persönliche Wissensmgm. die Verbindung zwischen E-Learning und WM

Fazit und Folgerungen

  • Einstieg über E-Learning und WM einerseits komplementär; andererseits aber auch konträr!!!
  • E-Learning macht Anleihen vom Wissensmanagement
  • Wegfall von Hierarchien, Inhalts- und Aufgabenhoheit
  • Gemeinschaftsleistung statt Individualisierung
  • Frage: Kann nicht auch Wissensmanagement Anleihen aus dem E-Learning
  • Nutzen von Wissens- und Erfahrungsvorsprung, mehr Qualitätssicherung und -entwicklung

Wir brauchen also mehr "Beziehungsmanagement" und mehr "Identitätsmanagement" –> Beschäftigung mit Dingen und Personen

Diskussion

  • Ziel von E-Learning und Wissensmanagement ist nahezu dasselbe; aus konstruktivistischer Sicht zwei Sichten ein- und derselben Sache
  • Aber: Realität ist, dass sich die Begriffe bereits verfestigt haben –> wie aber kann dies aufgelöst werden? Vor allem in der Praxis problematisch, aber in die Praxis wird die Unterscheidung durch Berater hineingetragen –> sinnvoll, diese Abgrenzung aufzulösen.
  • E-Learning 2.0 eher E-Learning verbunden mit Wissensmanagement; sinnvoll, erstmal alle Begriffe wegzulassen; aber Finden neuer Begriffe ist sehr, sehr schwierig
  • Abgrenzung von Phänomenen in der Praxis: Bildungsinstitutionen mit pädagogischen Beziehungen <–> Wissensmgm. für eher informelle Kontexte, in denen auch gelernt wird (–> Generierung von Content steht im Vordergrund und kann von pädagogischen Beziehungen insofern abgegrenzt werden)
Conference, Social Software 4:16 pm

Community-Plattformen: Experten finden und Netzwerke organisieren (Dropping Knowledge)

von Prof. Hans Uszkoreit, DFKI, Saarbrücken

dropping knowledge

Introduction

Situation quite different for

-         emerging knowledge

-         knowledge in a flux

-         alternative hypotheses or schools

-         dynamically developing best practice

–> in these areas the dialogue between PEOPLE has always been the best way to go on

Examples : social and behavioral sciences, humanities, engineering, arts

Also in formal and natural sciences, one can find heated debates

Examples of questions that need discussion: questions on the effects of globalization, cultural tolerance vs. universal ethical culture –> multiple view

What comes together in this research project?

e-learning, web 2.0 + semantic web (noch nicht da): use of semantic metadata for knowledge repositories and use –> ontologies are already in use

Idea: dropping knowledge

  • global initiative to support the free and open sharing of knowledge
  • start: collection of 50000 questions worldwide (via the internet) –> user rating –> reduction to 100 questions, nomination of 112 persons
  • by now: cooperation also with companies to use the process for knowledge management in companies
  • results:
  • different PR actions (starting with a powerful and highly exciting seed event, audiovisual media, film, exhibition)
  • "dropping knowledge living library" of the questions and about 10000 answers –> connection to wikipedia, links to other sources (NGOs, poems, other organizations)
  • Beiträge müssen miteinander verknüpft werden, um den einzelnen Nutzer zu leiten (sonst Problem des information overload) –> Ontologie: vieldimensionale Landkarte der relevanten Wissensdomäne, auf der die Inhalte wie Pflanzungen oder Siedlungen angeordnet werden können.

Wie kann diese Technologie in der Bidlung ausgenutzt werden?

  • Fundgrube von Inhalte für Unterricht in Sozialkunde, politische Bildung, Ökonomie
  • bereits Forderung nach Erweiterung (z.B. "Dossiers" (bereits zusammengestelltes Wissen zu bestimmten Themen), Wissens-Quiz)

Factors for Selection/Prioritzing

  • recency, authority, rating, active use (sich darauf bezogen?), passive use, external relevance –> gehen in die Ontologie
  • Durch Ontologie werden Einzelthemen unter verschiedenen Schlagworten eingeordnet.
Plans

-         user participation in knowledge building (easy submission, more users)

-         input of instances: organizations, people, publications, thematic links

-         input of new relations: aggravating and alleviating factors

Problems

  • users are overwhelmed by the number of contributions
  • they cannot easily grasp the major opinions and camps
  • they have to read through hundreds of postings to get a picture of what’s going on

–> new: new opinions have to be mapped according to opinion

 

 

Wiki, Conference 4:12 pm

Wikis in der universitären Lehre: neue Lernformen durch verteiltes Wissen?

von Margit Pohl (Technische Universität Wien)

erklärt durch eine kognitionswiss. Theorie: distributed cognition –> kann helfen, Theorien zu entwickelten, Probleme und Anwendungsfelder zu identifizieren

distributed cognition

Wissen ist verteilt:

  • Wissen, das in einem Artefakt vergegenständlicht ist; Aufforderungscharakter, Beschränkungen (orale Kultur), Problem: "solo cognition" (was in der Lehre hergestellt wird, ist eigentlich künstlich, z.B. die Vermeidung der Nutzung von Taschenrechnern, obwohl diese in der Realität ) –> ist es sinnvoll, die Artefakte zu verwenden? Distributed cognition sieht es als Normalfall an, dass wir mit diesen Artefakten umgehen.
  • Wissen, das auf verschiedene Personen verteilt ist
  • distributed cognition richtet die Aufmerksamkeit auf den Kontext, in dem gelernt wird, da Lernen immer als sozialer Akt gesehen wird, der in eine bestimmte Umgebung eingebettet ist, z.B. in die Lerngruppe;
  • kooperatives Arbeiten: Wissen entsteht immer über soziale Beziehungen, dabei gibt es explizite und implizite Regeln der Zusammenarbeit (auch z.B. in Wikipedia)
  • beim kooperativen Lernen ist der Beitrag des einzelnen Lernenden nicht nachvollziehbar –> beim Wiki wird aufgrund der Zuordenbarkeit der einzelnen Beiträge (History-Funktion) die künstliche Situation geschaffen, dass der Lehrende nachvollziehen kann, welche Beiträge von welchem Lernenden erstellt wurden
  • Prozesse sind in der Zeit verteilt, Kognition findet immer nur in einem bestimmten kulturellen Kontext statt; z.B. Kultur beeinflusst die Frage, was gelernt werden kann

 

Wikis als Artefakt

  • von Hypertext geerbte Eigenschaften: Modularisierung, Linkstruktr, Verschwimmen der Grenze zwischen Leser und Autor (Landow: "wreaders")
  • ständige Veränderbarkeit des eigenen Texts durch andere Personen
  • diskursiver Charakter (Wissen wird ausgehandelt)
  • Microcontent –> hier Trend zu kleinen Inhaltseinheiten
  • Web 2.0: emergenter Charakter (Web 2.0 ist nichts absolut Neues, sondern etwas, was sich entwickelt; z.B. Verschwimmen der Grenze zwischen Leser und Autor war in Hypertext schon angelegt, wird aber mit Web 2.0 jetzt erst ermöglicht)
Offene Fragen bzgl. Wikis:
  • Aushandlungsprozesse von Wissen (z.T. durch software gestützt, z.T. durch Netiquette (vgl. Wikipedia): Wie finden diese Aushandlungsprozesse statt? Welche Formen von Wissen werden dadurch unterstützt? –> wegen fehlendem autoritativen Wissen, sondern Wissen ausgehandelt wird; was heisst es, dass nun kleinere Revisionen im Vordergrund stehen (Microcontent) für die Wissensart?
  •  Versionskontrolle/Feedback/Peer Review: Welche Auswirkungen haben bessere Feedback-Möglichkeiten, die Kontrolle der individuellen Beiträge der Studierenden und Peer Review?

empirische Studien zu Wikis

Kickmeier-Rust et al. (2006) - Bauwiki

Untersuchung der Verwendung von Wikis für Bauingenieure

Problem: wenig Eigenaktivität der Studierende

Fragebogenuntersuchung:

von Studierende angeführte Gründe für geringe Aktivität:

  • mangelhafte Usability von Wikis
  • geringe Motivation (kein wahrnehmbarer benefit)
weiterer möglicher Grund: Fehlen einer relevanten Grösse der Communiy

 

Webber, J. (2006): Collaborative writing…

  • 2 Gruppen untersucht: Mittelschüler und Berufstätige (unterschiedliche Einstellungen der beiden Gruppen)
  • Ergebnisse: gute Unterstützung kollaborativen Arbeitens, gute Dokumentation der geleisteten Arbeit
  • Fragebogenuntersuchung: aufgetretene Probleme: andere Studierende, die die eigene Arbeit verändern; peer reviw wird gering eingeschätzt, unterschiedliche Einschätzung durch Lehrende und Studierende
Conference 4:06 pm

As I stated in this blog post, I will sum up some of the presentations that I went to. It will all be in German since the presentations were mostly in German. Here we go:

Martin Eppler (University of Lugano) on  Wissensvisualisierung in e-Learning und Knowledge Management

  • hohe Bedeutung von Bildern –> Notwendigkeit von visual literacy (www.visual-literacy.org) (Bildkompetenz)
  • Wissensvisualisierung (anders als Informationsvisualisierung)

Einstieg über Experiment

 –> Wahrnehmungstäuschung (Beispiel an einem Schachbrett)

"Wir sehen nur, was wir wissen." (Goethe)

Durch drei Mechanism erscheinen Dinge anders als sie sind:

  • Wissen, dass ein Schachbrett aus zwei Farben besteht;
  • Wissen, dass wenn etwas im Schatten liegt, es prinzipiell dunkler ist, und
  • der Fähigkeit, Kontraste zu sehen.

Visualisierung aktiviert Wissen; Fluch der Visualisierung, aber gleichzeitig auch Segen –> Wissen und Bilder sind eng miteinander verknüpft. Mit Bilder können wir Wissen nutzbar machen; Bilder rufen Wissen hervor, schaffen Wissensintegration! –> wenn sie aktiv gestaltet werden

Hinweis auf das Periodic Table of Visualization Methods (zu finden auf der Website zu Visual Competency) –> Wissen von heutigen Manager über Visualisierungen ist sehr gering; deswegen wurden die Methoden zusammengetragen

Bilder sind in der gesamten Wertkette von E-Learning nutzbar (von der Bedarfserhebung bis zur Evaluation) –> Verknüpfung von E-Learning und Wissensmanagement (vgl. Zeitschrift für E-Learning, 02/2007) ("Clou interaktiver Visualisierung")

Beispiele:

  • Visualisierung, um Bedarfe zu erheben, um Lernende besser zu verstehen (–> grafische Auswertung von Logfiles; Segementation der Lernenden)
  • in der Evaluation: Evaluationen interessanter gestalten
  • Vollständigkeit der Bearbeitung der Module (über "Landkarte" –> je vollständiger ausgefüllt, desto weiter ist der Lernende)
  • Lernkarte "Fill rouge map" –> Lernpfad; "Cataphoric map" –> overview, "Anaphoric maps" –> Wiederholung
  • Reflector Map (Flash-Anwendung, eigene Ziele sollen eingegeben werden, Ziele analysieren, Ziele verknüpfen zur Reflektion –> Gerüst, in der die eigenen Lerninhalte strukturiert werden und durch Nutzung der Struktur lernt man eine Methode, hier: Management by Objectives)
    –> vom Lernformat zum Arbeitsformat –> hin zur Ko-Konstruktion des Wissens
  • komplexe Gebiete gemeinsam visuell strukturieren mit Hilfe einer Software

Wichtig: Lernender visualisiert selber; Lernende ist nicht Konsument, sondern Produzent der Visualisierung

Ausblick

keine Bilder, sondern Anstösse (Problem der Bilder: Verdinglichung)

Vision:

  • E-Learning sinnlicher machen (Verbindung von physischen und digitalen Objekten)
  • E-Learning muss sozialer werden (vgl. Second Life)
  • weg von Interaktivität hin zu Proaktivität
Conference, Social Software 3:58 pm

I admit that I’m way too slow with my blog posts and I promise to be quicker in the future although I still don’t really know how all the other bloggers manage. Anyway, after so many people already commented on the Learntec (e.g. Gabi Reinmann in her E-Denkarium, Peter Baumgartner, and many more), I would like to draw my personal conclusions as well. After this post, I will post a few (German) summaries on the sessions that I attended which I hope some of you will enjoy. Anyway, here are my highlights:

  • The keynote by Martin Eppler from the University of Lugano who talked about the possibilities of knowledge visualisation and certainly got me motivated to learn more about this subject (see also his website on Visual Literacy and this blog post).
  • My second highlight was Gabi Reinmann’s and Thomas Sporer’s presentation on the connection between knowledge management and e-learning and how web2.0 and the knowledge management of each individual could provide the link between the two domains. However, they also pointed out how important it is to retain the differentiation between the two. Their slides are available here and my summary can be found in this post.
  • The introduction to the community platform "Dropping Knowledge" by Prof. Hans Uszkoreit from the DFKI in Saarbrücken which I find quite a fascinating project.
Educational Blogging, E-LearningFebruary 4, 2007 6:19 pm

Since I recently decided that I would like to refresh my knowlodge on educational psychology, this recommendation on Gabi Reimann’s E-Denkarium came at the right moment.

On the website of David Wong: a number of articles on educational psychology can be found with some links to pdf-versions. Wondering how he cleared the copyright? Oh well… aren’t we all in favor of open access nowadays?

Podcasting, Educational Podcasting, e-portfolio, e-assessment 6:03 pm


After Prof. Andreas Pospischil and his colleagues presented the e-asessment at his faculty of the University of Zurich (I reported on this here), Mandy Schiefner now did a Podcast on the same subject which can be downloaded here: File Download (10:12 min / 4.8 MB)

There are more podcasts on e-assessment on the respective website of the E-Learning-Center of the University of Zurich.

Shortly, SCIL will bring out a working paper on E-Assessment and E-Portfolio documenting the workshop that we held in November.

Social Software 5:56 pm

There are a number of Web 2.0 speeches to be held in the St. Gallen Palace - a club in my hometown. So if you’re German speaking and from Eastern Switzerland come along and let’s discuss. More on this can be found at the Palace’s internet site.

via Medienpraxis